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......... auf der Homepage der Landjugend Hademarschen u.U. Mitglieder-Login, Chat, Forum, Newsletter, Shoutbox und Vielem mehr... MELDET EUCH BITTE ALLE MIT ECHTEN EMAILADRESSEN AN!! Wir würden gerne an alle aktiven Lajus über dieses Portal das Programm versenden! Viel Spaß wünscht euer Laju-Team
Vorstand 2012
Erster Vorsitzender: Sven- Ole Krey 01729646865 Erste Vorsitzende: Ricarda Herbst 015202625245 Zweiter Vorsitzender: Lars- Helge Krey Zweite Vorsitzende: Michaela Möller 01724982055 Dritter Vorsitzender: Björn Sievers 01708735673 Dritte Vorsitzende: Jana Pletsch 015140715068 Kassenwart: Torben Kuras 0172172097 Schriftwartin: Jessica Ilgen 016090349484 60 Jahre Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung Landjugend ist motiviert, zielstrebig und packt an, wenn die Zeit reif ist. Das war auch schon vor 60 Jahren so, als sich eine Gruppe engagierter Jugendlicher in einer Hademarscher Gaststätte traf, um über die Gründung einer Landjugendgruppe zu beraten. Am Ende wurden Fakten geschaffen, eine Landjugendgruppe gegründet und ein Vorstand gewählt. Für uns als Redaktionsteam war es spannend zu erforschen, was sich dann in den folgenden 60 Jahren so alles getan hat. Welche Motivation hatten die Jugendlichen in den letzten sechs Jahrzehnten, in der Landjugend aktiv zu sein? Welche Menschen haben diese Gruppe bewegt? Wofür stand und steht die Hademarscher Landjugend? Wir hatten einige Fragen und bekamen viele interessante und einige überraschende Antworten. Auf den nächsten Seiten könnt ihr euch einen Eindruck darüber verschaffen, was die Landjugend in den letzten 60 Jahren bewegt hat. Wir haben uns auch sehr über die vielen Grußworte gefreut, die uns für unsere Chronik zugesandt wurden. Schlussendlich ist eine Chronik mit den Highlights der Geschichte der Landjugend entstanden, indem sie die Entwicklung der Gruppe der vergangenen Jahre aufzeigt. Außerdem sollen Erinnerungen geweckt und die aktiven Landjugendlichen ermutigt werden, zum Einen die Geschichte und ihre Tradition erfolgreich weiter zuführen und zum Anderen auch immer wieder modernisierende Aspekte in die Landjugendarbeit mit aufzunehmen! Der Blick zurück kann bei der Gestaltung des Morgen durchaus helfen. Wir möchten uns bei allen Autoren bedanken, die sich die Zeit genommen haben einem Text zu diesem Heft beizusteuern. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den Sponsoren bedanken, die durch ihre Werbeanzeigen dieses Heft ermöglich haben. Zusammenfassend können wir sagen, dass die konzentrierte Beschäftigung mit der Geschichte sehr bereichernd war und nach vielem Stöbern, Lesen und Nachfragen Spannendes zu Tage kam. Es ist jedoch unmöglich, alle Ereignisse der letzten 60 Jahre zu erwähnen. Trotzdem hoffen wir, dass sich jede Landjugendgeneration in dieser Chronik wieder findet. Viel Spaß beim Lesen wünscht Eure LAJU Hademarschen
G r u ß w o r t Die Landjugendgruppe „Hademarschen und Umgebung“ feiert in diesem Jahr ihr60-jähriges Bestehen. Hierzu gratuliere ich allen Aktiven und Freunden herzlich! Der Landjugendverband ist für junge Menschen im ländlichen Raum unverzichtbar, was sich auch in der Zahl der Mitglieder und Aktiven zeigt. Denn 60 Jahre Verbandsarbeit, das bedeutet vor allem: sechs Jahrzehnte Gemeinschaft, Freundschaft und Zusammenhalt. Dabei hat der Jugendverband seine Ziele stets weiterentwickelt und gelebt. So nahm die Landjugendgruppe „Hademarschen und Umgebung“ bisher zwei Mal an der bundesweiten „72-Stunden-Aktion“ teil, mit der die Landjugend konkrete Verbesserungen für unser Gemeinwesen auf den Weg gebracht hat. Als Schirmherr dieser Aktion freue ich mich darüber ganz besonders. „Tradition bewahren, Gegenwart leben, Zukunft gestalten“ lautet das Motto der Landjugendgruppe. Darin spiegelt sich die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung auf dem Land wider. Ihren Schwerpunkt sieht die Landjugend – als einziger Jugendverband – darin, die Perspektiven von jungen Menschen im ländlichen Raum zu erhalten und zu fördern. Dass die Landjugend sich dieser Herausforderung stellt, begrüße ich sehr. Für ihr Engagement im ländlichen Raum wünsche ich der Landjugendgruppe „Hademarschen und Umgebung“ auch zukünftig Schwung, Motivation und engagierte Mitstreiter! Peter Harry Carstensen Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Grußwort des Kreises Rendsburg-Eckernförde Die Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung feiert im Jahre 2011 ihr 60jähriges Jubiläum. Hierzu übermitteln wir unsere herzlichen Glückwünsche. Die Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung bietet ihren 160 Mitgliedern viele Möglichkeiten zu sinnvoller Freizeitgestaltung in der Gemeinschaft. Fahrten, Vorträge, Jugendbegegnungen, Seminare, Feste, Feten und vieles mehr füllen das abwechslungsreiche Jahresprogramm vor Ort und auf Kreisebene. Voraussetzung für ein solches lebendiges Vereinsleben ist die Bereitschaft unter den Mitgliedern in der Ortsgruppe ehrenamtlich Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Hierfür sprechen wir an dieser Stelle unseren Dank und unsere Anerkennung aus. Wir sind sicher, dass diese Festschrift der Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung allen interessierten Leserinnen und Lesern eine aufschlussreiche Darstellung über den wechselhaften Verlauf der 60jährigen Geschichte geben wird. Wir wünschen der Jubiläumsfeier am 19. Februar 2011 einen harmonischen Verlauf und Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung sowie ihren Mitgliedern und Förderern für die Zukunft weiterhin alles Gute. Rendsburg, im Januar 2011 Lutz Clefsen Kreispräsident - Dr. Rolf-Oliver Schwemer Landrat Grußwort des Amtsvorstehers Grußwort des Bauernverbandes Liebe Laju's und Freunde der Landjugend, die Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung feiert ihr 60jähriges Jubiläum. Die vergangenen Jahre zeigen uns, dass die Landjugend mit zu einem wichtigen Kulturträger in unserem ländlichen Raum geworden ist. Viele motivierte Jugendliche nehmen ihre Freizeitgestaltung und Weiterbildung selbst in die Hand: Sie organisieren Fahrten (z.B. Grüne Woche), Vorträge und Seminare. Geselligkeit, Jugendbegegnungen und gesellschaftspolitisches Engagement für unseren Ort und vieles mehr stehen da auf dem Programm. Sei es ein Nachmittag voller Action im Kletterpark, das Mitwirken beim Tag des offenen Hofes, das legendäre Maifeuer auf den Bergen oder die jährliche große Osterfete, die schon Kultstatus bis weit über die Kreisgrenzen hinaus erworben hat. Die Landjugend ist aus unserem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken! Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit zwischen Bauernverband und Landjugend. Der Bauernverband wünscht der Landjugend Hademarschen und Umgebung viele weitere erfolgreiche Jahre! Jens Gundelach Ortsvertrauensmann des Bauernverbandes
Grußwort des LandFrauenVereins Hanerau-Hademarschen und Umgebung e. V. Liebe Mitglieder der Landjugend, zum 60jährigen Bestehen der Landjugend Hademarschen und Umgebung gratulieren wir Euch ganz herzlich. Wenn ein Verein ein solches Jubiläum feiern kann, zeugt es von engagierten Vorstandsmitgliedern, aber auch von treuen Mitgliedern, die heute und auch in der Vergangenheit die Bereitschaft für aktive Landjugendarbeit übernommen haben. Die Jugendarbeit ist in den letzten Jahren schwieriger geworden. Die privaten wie beruflichen Interessen haben sich, im Gegensatz zu früher, sehr verändert. Die breit gefächerten Freizeitangebote sind eine große Konkurrenz für alle Vereine. Als Verein auf dem Lande haben wir ein gemeinsames Ziel. Die Interessen der Menschen auf dem Lande zu vertreten und die Entwicklung des ländlichen Raumes mit zu gestalten. Der LandFrauenVerein profitiert von der Arbeit der Landjugend, da viele unserer Mitglieder in ihrer Jugend in der Landjugendarbeit aktiv tätig waren und so gewisse Erfahrungen in der Vereinsarbeit gesammelt haben, die unserem Verein jetzt zu Gute kommt. Dass die Zusammenarbeit der Landjugend mit dem LandFrauenVerein funktioniert, haben unsere gemeinsam veranstalteten Weinfeste gezeigt. Im Namen aller LandFrauen wünschen wir Euch viel Freude an den Jubiläumsfestlichkeiten und auch in Zukunft viele Mitglieder, die bereit sind, sich aktiv in der Landjugendarbeit einzubringen und später weiterzugeben.
Der Vorstand Anne Jebens
LandFrauenVerein Hanerau-Hademarschen und Umgebung e. V.
Landesvorstand der Landjugend – Platzhalter
Grußwort des Ehemaligen und Förderverein der Landjugend Hademarschen und Umgebung e. V. Liebe Landjugendliche, gemeinsam feiern wir heute das 60 jährige Jubiläum. Sechs Jahrzehnte Landjugend Hademarschen und Umgebung. Da schwelgt man gerne in Erinnerungen und denkt an seine ganz persönlichen Momente mit der Landjugend zurück. Als erstes fallen einem da natürlich die Highlights der eigenen Landjugendzeit ein, wie Fahrten zu befreundeten Landjugendgruppen, Deutschen Landjugendtreffen, internationalen Begegnungen oder ein gelungener Hüttenabend. Diese Erinnerungen zaubern mir ein Lächeln auf die Lippen. Ich denke an die schönen Momente, die ich dank der Landjugend erleben konnte und werde sie sicher nie vergessen werden. Aber Ihr seid nicht nun seit 60 Jahren aktiv, Ihr schafft auch seit 60 Jahren Lebensperspektiven im ländlichen Raum. Das ist vielen nicht bewusst. Aber nur weil ihr in den Dörfern und Gemeinden mit anpackt und etwas für junge Menschen tut, entscheiden sich auch weiterhin junge Menschen auf dem Land zu wohnen und zu arbeiten. Ihr schafft mit Euren Angeboten und Aktivitäten soziale Netze, hier fühlt man sich wohl. Wie wohl man sich hier fühlt sieht man auch in den Gesichtern so mancher Ehemaliger. Wenn sie von der Landjugend reden, dann sieht man ein Leuchten in ihren Augen. Dieses Leuchten wird bei der
Landjugend zum Feuer. In jedem von uns steckt ein kleiner Funke, der die Landjugend weiter tragen soll in die Zukunft- der 100. Ist nicht mehr weit! Der Funke springt hoffentlich zu vielen jungen Menschen über, die aktiv sind oder es werden wollen. Junge Menschen, die die Dinge in die Hand nehmen, die wissen wovon sie reden. Lajus, wir brauchen Euch! Ich wünsche der Landjugend Hademarschen und Umgebung alles erdenklich Gute. Mit den besten Grüßen für die Zukunft
Sönke Paulsen Vorsitzender
Inhaltsverzeichnis
Vorstände der Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung 1951 - 1954
Vorstände der Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung 1955 – 1960
Rückblick: Die 50er Jahre
Im Januar oder Februar 1951 wurde eine Versammlung einberufen zur Gründung einer Landjugendgruppe in Hademarschen und Umgebung. Nachdem bereits in anderen Dörfern solche Landjugendgruppen bestanden, wie z. B. in Innien (Aukrug), wo ich, Peter Biß, Mitglied wurde durch meinen Lehrbetrieb. Die Versammlung in Hademarschen fand oben im alten Saal –so hieß es damals- in Struve´s Gasthof statt. Ich weiß nicht mehr, wie viel Personen daran teilnahmen. Jedenfalls wurde ein Vorstand gegründet. 1. Vorsitzender wurde Karl Heinz Ott, der durch seine Ausbildung sehr gut reden konnte. Weitere Vorstandsmitglieder oder Beisitzer waren Helmut Melzer aus Lütjenbornholt, Ingrid Möller, Hademarschen sowie Wilgard Ott, geb. Schlüter, von der Landfrauenschule. Was war jetzt das Motto der Landjugendgruppe? Berufliche Weiterbildung, Zusammenkünfte, Theater spielen, Volkstänze einüben, Feste veranstalten, Reisen machen, Vorträge anhören Als erste Veranstaltung wurde im Frühjahr ein Berufswettkampf durchgeführt. Vom Kreislandjugendverband erhielten wir die Unterlagen und Richtlinien für so einen Wettkampf, wie z. B. Getreide- und Unkrautbestimmung, Vorführung eines Pferdes, Beurteilung einer Milchkuh. Für den nächsten Winter wurde eine Volkstanzgruppe geplant. 3 junge Männer gingen für einige Tage nach Rendsburg, um an einem Volkstanzkurs und Singkreis teilzunehmen, und zwar Hans gehörten dazu. Unter der Leitung von Frau Wentzlaff, Berufsschullehrerin, wurde fleißig geübt. Musikalisch wurden wir begleitet von Luise Petersen mit dem Schifferklavier. CDs oder Platten gab es zu der Zeit noch nicht. Erinnern kann ich mich noch an einige Personen, und zwar an: Hans Michaelis, Claus Bornhold, Hein Bornhold, Helmut Melzer, Paul Melzer, Klaus Greve, Elsabe Lahann, Frieda Parsehl, Elisabeth Matuschewski, Gerda Greve, Martha Reimers, Waltraut Gosch, Marga Jepsen. Später wurde die Leitung von Ingrid Möller übernommen. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht beim Einüben der Tänze. Ein Theaterstück wurden dann wieder zum Winterfest eingeübt. Für 1953 war eine große Reise geplant, und zwar zum Rhein, unter dem neuen Vorsitzenden Willi Michaelis. Der Bus wurde angeheuert bei der Firma Jungjohann aus Heide. Der interessante Fahrer, Herr Gudert, hat die Landjugendgruppe noch oft begleitet. Eine Woche wurde für die Reise vorgesehen. Am ersten Tag fuhr die Gruppe zum Hermanns Denkmal in den Teutoburger Wald verbunden mit einigen Besichtigungen. Am zweiten Tag ging es zum Niederwald-Denkmal und in die Drosselgasse an den Rhein, um den Wein einmal zu probieren. Auch wurden einige Weinberge besichtigt, was natürlich sehr interessant war. Übernachtet haben wir in der Jugendherberge in Ehrenbreitstein am Deutschen Eck, wo die Mosel in den Rhein fließt. Ein Bettbezug musste jeder mitbringen, wo jeder abends hineinkroch weger den hygienischen Bestimmungen. Weiter ging es zum Rheinfall in Schaffhausen verbunden mit einigen Betriebsbesichtigungen. Auf der Rückfahrt besuchten wir die damalige Hauptstadt Bonn und das Bundeshaus. Dort hatte uns der Bundestagsabgeordnete Herr Struve aus Embühren eingeladen, an einer Sitzung teilzunehmen. Dort kam es zu den sogenannten Hammelsprung, was mich sehr beeindruckte. Dies war eine Abstimmung mit ja oder nein. Die ganzen Abgeordneten mussten entweder durch die „Ja-Tür“ oder die „Nein-Tür“ gehen, um ihre Stimme abzugeben. Jedenfalls war es für uns so sehr interessant, zumal es zu der Zeit noch kein Fernsehen gab. Weiter ging es nach Köln, wo wir den Dom besichtigten und eine Stadtrundfahrt vornahmen. Mit 5 Mann gingen wir zusammen durch die Innenstadt und hatten ein bisschen Unsinn vor. So kam uns ein junges Mädchen entgegen und Hein Bornhold fragte ganz ernst: „Fräulein, können Sie uns sagen, wo unser Bus steht?“ Sie überlegte einen Augenblick, drehte sich um und weg war sie. Wir haben natürlich alle laut gelacht. Als wir wieder beim Bus eintrafen, stellten wir fest, dass einer fehlt. Wir haben uns in kleine Gruppen eingeteilt und gingen los zum Suchen. Schließlich fanden wir den jungen Mann vor einem Schaufenster mit Tränen in den Augen; er konnte den Bus nicht wiederfinden. Für damalige Verhältnisse war es eine wunderbare Reise, die man in seinem ganzen Leben nicht wieder vergisst. Für die nächsten Jahre galt es, Umschau zu halten nach der Frau für´s Leben. Natürlich fand man auch sowas in der Landjugend. 1955 haben wir uns verlobt und im nächsten Jahr geheiratet – und das war vor 54 Jahren.
Peter Biß, Beldorf
Bilder
Volksfestumzug 1954
Dorf- und Elternabend 1960
Sommerausflug 1954 an den Rhein; Ausflug zum Niederwalddenkmal
Chronik – Die Erlebnisse der 50er Jahre
Vorstände der Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung 1961 – 1965
Vorstände der Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung 1966 – 1970
Rückblick: Die 60er Jahre Als der Wohlstand ausbrach, hatte die Landjugend jeden Freitag eine Versammlung in ihrem Vereinslokal „ Struve‘s Gasthof “. Durchschnittlich kamen 100 Leute zur Versammlung. Jedes Dorf hatte einen „ Obmann“ und zwischendurch trafen sich die jungen Leute auch in den anderen Dörfern. Der Obmann war Ansprechpartner für die Landjugendmitglieder des jeweiligen Dorfes und war dafür zuständig neue Mitglieder zu rekrutieren. Im Frühjahr gab es immer ein Dorf- und Elternabend. Dort wurde eine Trecker-Rundfahrt auf einem Hänger organisiert, um die „ Sehenswürdigkeiten „ der Dörfer und neue technische „ Highlights „ anderer Bauernhöfe anzuschauen. Abends gab es „Remmi Demmi“.
Es wurde wirtschaftliche Vorträge zu diversen Themen gehalten. Außerdem gab es Abende, an denen das richtige Führen einer Ehe erklärt wurde. In Rendsburg auf der Norla führte die Landjugend ein Kabarett auf, welches so gut ankam, dass sie eine Einladung zur „ Grünen Woche „ nach Berlin erhielten. Auch Reisen mochte die Landjugend gerne. Mit dem Busunternehmen „Jungjohann“ aus Heide wurden Ziele wie die Lüneburger Heide, Italien, die Costa Brava und die Stierkampfarena in Barcelona locker erreicht. Bestimmt einmal im Monat wurden in „ Struve‘s Gasthof“ Tanzveranstaltungen mit einer Blaskapelle veranstaltet. Das Geld der Landjugend wurde durch die Mitgliedsbeiträge und die Einnahmen von den Veranstaltungen erwirtschaftet. Außerdem gab es Zuschüsse vom Staat.
Otto Lehmann, Pemeln (verfasst von Ricarda Herbst)
Bilder
Sommerfahrt in die Schweiz 1964
Sommerfahrt nach Berchtesgarden 1965
Sommerfahrt nach Spanien 1968
Chronik – Die Erlebnisse der 60er Jahre
Vorstände der Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung 1971 – 1975
Vorstände der Landjugendgruppe Hademarschen und Umgebung 1976 – 1980
Rückblick: Die 70er Jahre
Nach meinem Eintritt in die Landjugend 1965 wirkte ich in einigen Theaterstücken mit und übernahm später die Regie dieser Laienspielgruppe. Unser größter Auftritt war in Berlin anlässlich der Grünen Woche mit einem selbst geschriebenen Kabarett. 1970 wurde ich zum 1. Vorsitzenden der Laju gewählt. Nach meiner Wahl kam unser damaliger Bürgermeister Heinrich Hingst zu mir, um über die Zusammenarbeit der Laju mit der Gemeinde zu sprechen. Unsere wöchentlichen Treffen fanden immer freitags in Struve’s Gasthof statt. Da aber freitags Krimistunde im Fernsehen war, wurde darüber diskutiert, de Gruppenabend auf einen anderen Wochentag zu verlegen. Themen unserer Gruppenabende waren: Arbeit der Polizei, Gewerkschaften, Gemeinderat, Handel, Handwerk u. Gewerbe, Kirche usw. Im Winterhalbjahr wurden Tanz- und Erste-Hilfe-Kurse veranstaltet.
Jahresveranstaltungen: Februar: Dorf- und Elternabend immer mit einem plattdeutschen Theaterstück und einem Diabericht über die letztjährige Sommerfahrt Sommer: Laubenfest einige Male auf 2 Sälen. 2 Mal feierten wir das Rosenfest, hier war der Aufwand so groß, dass einige Helfer abends nicht mehr in der Lage waren, an der Feier teilzunehmen Ein weiterer Höhepunkt war die Kanalfahrt mit der „Funny-Girl“ von Fischerhütte nach Kiel und zurück Herbstveranstaltungen: Hubertusjagd mit Reitern aus dem Amtsbezirk Laternenumzüge Erntefest mit eingeübtem Theaterstück und selbst gebundener Erntekrone
Nach meiner 2-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender wurde Heinrich Albertsen zum neuen Vorsitzenden gewählt. In seine Amtszeit fiel die erste Ölkrise mit Sonntagsfahrverbot. Wir hatten herausgefunden, dass Busse fahren durften und veranstalteten Sonntagsdisco. Sonntag Mittag fuhren Busse durch alle Dörfer des Amtsbezirkes und holten die Teilnehmer zur Kinderdisco ab. Um 17 Uhr wurden sie zurückgefahren und die Jugendlichen zur Abenddisco abgeholt. In der Pause von 17-19 Uhr wurde eine Jazzeinlage zur Überbrückung organisiert. Die Jazzer wollten einen Alleinunterhalter mitbringen—er sollte 100 DM plus Verpflegung mehr kosten. Der Name des Künstlers ist Otto Waalkes, keiner kannte ihn. Der Beschluss des Vorstandes lautete: zu teuer – abgelehnt! Da die Laju den Kulissenraum in der alten Schule nicht mehr behalten durfte, wurde nach einer neuen Lösung gesucht. Uns wurde eine alte Baubaracke aus Hamburg-Wilhelmsburg angeboten. Wir mussten sie abbauen, abholen und hier wieder neu errichten, dies geschah auf dem Hofgelände der Familie Klisch. Damals hieß es: wenn die Hütte 10 Jahre hält, hat sich der Aufwand gelohnt.
Alle Jahre wurden immer 2 plattdeutsche Theaterstücke eingeübt, ein Höhepunkt war das selbstgeschriebene Stück „Uns lütt Dörp“. Dies waren zugleich die musikalischen Anfänge von Günther Sack und Bernd Krüger – die Gründer der Gruppe „Kielwater“.
Herbert Sierk
Bilder Faschingsfeier 1973
Aufstellen von „Uns Huus“ im Dezember 1973 Vatertagstour 1979
Erntedankfest 1979
Chronik – Die Erlebnisse der 70er Jahre
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